Wachstumsschmerzen!

Frühling! Oh selige Knospenzeit! Was geht damit einher? Unser Körper reagiert auf die ansteigenden Lichtverhältnisse und lockt uns ins Freie. Wir krempeln die Ärmel hoch! Voller Tatendrang! Dabei meinen wir oft, wir würden die Abläufe nach unseren Vorlieben gestalten! Doch stimmt das wirklich? Ist das wirklich, wirklich wahr?

In den letzten Jahren sind wir ALLE gestoppt worden! Nichts lief mehr wie vorher! Plötzliche Änderungen in unseren Alltagsabläufen, unserem Arbeitsverhalten, unserer Beziehungspflege, mit uns selbst und unseren Lieben. BÄM! Sand im Getriebe! OHA!

Vielleicht hast du es da schon für dich wahrgenommen. Alltagsabläufe waren unbewusst zu Gewohnheiten geworden. Wie alte, ausgetretene Schuhe, in denen man sich nur noch Blasen holen kann und jeder Schritt schmerzt. Sich im Alltagsgeschehen nicht zu fragen: „Schmeckt mir mein Essen?“ „Mag ich meine Arbeitszeit so verbringen?“ „Liebe ich meine Tagesabläufe so, wie ich sie gestalte?“ Weil die Antworten auf die Fragen, wie automatisiert, für eine scheinbar ewige Zeit abgespeichert waren.

In solchen Lebensphasen schleicht ein Unwohlsein leise durch die Lebensadern. Manifestiert sich im Körper durch Kopfschmerzen, Kreuzschmerzen, Schlafstörungen, Gereiztheit, Muskelkrämpfe, Nervenschmerzen…Die Liste kann unerträglich lang werden.

Wenn nun plötzlich ganz unvorhergesehene Änderungen in unser Leben treten, flammen die mitgeschleppten Schmerzen auf und drängen sich stark in unser Bewusstsein. Sich an den alten Strukturen festzuklammern, würde bedeuten noch mehr Schmerz zu erleiden. Irgendwann überrollt es uns. Irgendwann können wir nur noch nach vorn purzeln, weil Wandlung in unserem Leben geschehen möchte, die alte Haut nicht mehr passt und der Frühling, ein Neubeginn anbrechen will. Kannst du den Frühling in dir spüren? Die alte Hülle will sich erneuern. Was brauchst du dafür?

Ich schenke mir kleine Aufmerksamkeiten, um die Kraft der Erneuerung in mir wohlig einzuladen. Oft sieht meine Einladung an mich selbst so aus:

Ein Mal am Tag:

*spazieren gehen. Dabei habe ich die klassischen Botengänge, wie Einkäufe als „Spaziergänge“ von meiner Selbstfürsorgeliste ganz konsequent gestrichen. Wäre ja sonst fast wie sich selbst beschummeln, oder?

*ausgiebig ausstrecken und dabei tief und hörbar seufzen. Am liebsten, wenn ich morgens noch in meinem Bett liege. Was für ein Start in den Tag! Hast du das schonmal für dich ausprobiert?

*meinem Spiegelbild ein High-Five geben. Völlig egal, was und wie heute alles lief. Fürs Aufstehen, Essenbereiten, Termine ausmachen, Zähneputzen, Kontakte pflegen… Es gibt immer einen simplen und deshalb wichtigen Grund für mein High-Five. Dabei strömt ein angenehmer Hormonrausch durch den Körper. Gönne dir diesen extra Booster an natürlichen Endorphinen.

Wie geht es dir in diesen Zeiten? Fühlst du den Wachstumsschmerz? Welche kleinen Aufmerksamkeiten helfen dir schon in deinem Alltag? Eine kleine Erinnerungshilfe für mehr Bewusstheit im Alltag kannst du dir hier herunterladen und für dich stimmig ausfüllen.

Teile gern deine Anregungen mit mir in den Kommentaren. Ich freue mich auf deine Ideen.

Deine Anne

Wachstumsschmerzen!

Schreibe einen Kommentar

Nach oben scrollen